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Endometrioseschmerzen

Endometriose und die durch dies Erkrankung hervorgerufenen Schmerzen betreffen deutlich mehr Frauen, als man annehmen würde. Man geht von ca. 10 % der Frauen im gebährfähigen Alter aus und es dauert mehrere Jahre, bis die Diagnose gestellt wird. Je früher die Regelschmerzen (Dysmenorrhö ) auftreten, desto länger dauert die Zeit, bis die richtige Diagnose der Endometriose als Ursache der Regelschmerzen gestellt wird.Im Schnitt vergehen 12 Jahre! Warum ist das so?. Wenn Frauen erst im Laufe Ihres Lebens heftige Regelschmerzen entwickeln, führen sie diese direkt zur gynäkologischen Abklärung. Junge Frauen  werden hingegen von ihren Müttern häufig dahingehend informiert, daß Menstruationsschmerzen "dazu gehören" und nehmen deshalb die Schmerzen als gegeben hin, ohne fachärztlichen Rat einzuholen. Was sind Kriterien, die Sie skeptisch werden lassen sollten, wenn Sie den Verdacht auf Endometrioseschmerzen haben? 1. Wenn Sie wegen der Regelschmerzen (meist im Unterleib - aber nicht nur) Schmerzmedikamente einnehmen müssen. 2. Wenn Sie auf Grund der Regelschmerzen arbeitsunfähig sind oder nicht in die Schule gehen können. 3. Die Unterleibschmerzen im Laufe der Zeit eher zunehmen. 4. Zusätzlich vegetative Begleiterscheinungen auf wie zyklusabhängige Übelkeit, Erbrechen, Kollapsneigung oder Durchfälle auftreten. 5. Bei Einnahme der "Pille" kommt es zu schmerzhaften Abbruchblutungen. Scheuen Sie sich dann bitte nicht Ihren behandelnden Gynäkologen / In auf eine mögliche Endometriose als Ursache Ihrer Schmerzen anzusprechen. Es wird zwischen primären und sekundärern Schmerzen bei Endometriose unterschieden. Bei der primären Endometriose bestehen die Schmerzen mit dem Auftreten der ersten Regelblutung, bei den sekundären treten diese erst im Laufe der Jahre auf. Hier können Sie sich mit einem Video weiter informieren.

Therapie der Endometrioseschmerzen.

Die Therapie der Endometriose und die Behandlung der Endometrioseschmerzen sind zunächst einmal nicht deckungsgleich. Die Endometriose selbst gehört in die Hnde eines auf endometriosetherapie spezialisierten und zertifizierten Zentrums. Meist sind diese an eine Universitätsklinik angeschlossen. Häufig wird der Schwerpunkt auf eine opertive Sanierung der Endometrioseherde gelegt, was jedoch nur zu einem geringen Teil die Schmerzen verschwinden lässt. Eine begleitende medikamentöse und psychotherapeutische sowie funktionelle Behandlung ist zwingend notwendig um einer Chronifizierung vorzubeugen.