Zum Inhalt springen

Hüftschmerzen und Leistenschmerzen

Was uns Patienten meistens als Hüftschmerzen demonstrieren, nämlich Schmerzen im äusseren seitlichen Bereich des Gesäßes, haben primär nichts mit dem Hüftgelenk selbst zu tun. Der Hüftschmerz, wenn er das Hüftgelenk selbst betrifft, ist fast immer ein Schmerz der in der Leistengegend wahrgenommen wird und teilweise bis ins Knie ausstrahlt und beim drehen des Hüftgelenks verstärkt wird. Man sollte deshalb besser von Schmerzen in der Lenden -Becken- Hüftregion sprechen. Der Leistenschmerz ist ebenfalls als Ursache in Betracht zu ziehen.

 

 

Ursachen von Hüftschmerzen und Leistenschmerzen

Die Ursachen von Hüft- und Leistenschmerzen können genauso wie die vielen beteiligten Strukturen auch viele Gründe haben. Die beteiligten Organe und Strukturen sind das Hüftgelenk selbst, die Hüftmuskulatur, Die Lendenwirbelsäule mit den austretenden Nerven und die Organe im Unterleib, Leistenbrüche, Schenkelhernien, Nervenirritationen im Bauchbereich, Zustände nach Bauchoperationen. Auch eine Vielzahl von psychischen Erkrankungen können sich als Schmerzen im Leistenbereich und Gesäß / Hüftbereich äussern.

In der Beurteilung von Schmerzen in dieser Region sollte man mit einem weiten Blick die Ursachen erforschen und nicht nur fokussiert auf das eigene Fachgebiet, wenn nicht innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (z.B. 6 Wochen) eine Besserung der Schmerzen eintritt.

Diagnostik von Hüftschmerzen und Leistenschmerzen

Da auch bei den Hüft- und Leistenschmerzen viele Strukturen und Organsysteme beteiligt sein können, müssen auch verschiedene Disziplinen die Ursachen der Schmerzen auschliessen oder eben bestätigen. Die klinische Untersuchung steht im Vordergrund und die Bildgebung wie Röntgen, Sonographie, CT und MRT bestätigen im besten Fall die Verdachtsdiagnose. Der Hüftgelenksverschleiß, bei Medizinern als Coxarthrose bezeichnet, ist eine mit dem Alter des Patienten zunehmende Ursache der Leistenschmerzen. Im Falle der Hüftarthrose ist der dazugehörende Schmerz fast immer ein Leistenschmerz. Typischerweise klagt d. Pat. über einen morgendlichen "Anlaufschmerz", der nach einer kurzen Zeit besser wird , um nach  einer Ruhepause erneut aufzutreten. Die Bewegung des Gelenks ist eingeschränkt und endgradig auch schmerzhaft. das Röntgenbild ist häufig eindeutig und reicht zur Diagnosestellung auch meistens aus. Häufig muß man sich dann mit dem Therapievorschlag eines Gelenkersatzes - eine Endoprothese, auch Hüft TEP genannt, anfreunden.

Behandlung / Therapie von Hüftschmerzen und Leistenschmerzen

Ist die richtige Diagnose gestellt, kann die Planung der Behandlung der Hüftschmerzen erfolgen. Entsprechend der Diagnose wird in unserem Schmerzzentrum zunächst die Ursache der Schmerzen erneut evaluiert um z.B. über die Anwendung einer Lokal Anästhesie die betroffenen Strukturen dem Schmezgeschehen zuordnen zu können. In Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen oder auch den Kliniken in den Landkreisen Lörrach und Waldshut erfolgt die Therapieempfehlung.

Häufig sind allerdings auch Schmerzen trotz Operation weiterhin vorhanden, sodß wir die konventionelle Schmerztherapie um ein spezielles Konzept erweitern müssen. Dies beinhaltet Verfahren wie Neurolysen bestimmter sensibler Nerven. Osteopathie bei Störungen im Bewegungsapparat oder inneren Organen, bevorzugt auch in Kombination mit Akupunktur und Triggerpunkttechniken. Wenn die psychischen Anteile  einen deutlichen Einfluß auf die Schmerzen haben, arbeiten wir neben Gesprächstherapien auch mit Biofeedback um den erhöhten vegetativen und muskulären Spannungszustand zu senken.

Ergänzt wird dies durche ein physiotherapeutisches Gesamtkonzept, das die Eigenverantwortlichkeit unserer Patienten in den Vordergrund stellt.

Deshalb haben wir für Sie die folgenden Videos  als sinnvolle Ergänzung in der Behandlung Ihrer Hüftschmerzen und Leistenschmerzen eingefügt.