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Unterleibsschmerzen / Unterbauchschmerzen Ursachen

Zunächst einmal vorweg: wenn Sie an akuten Unterleibsschmerzen, leiden zögern Sie nicht lange und suchen Sie einen Arzt / Ärztin auf! Bei akuten Unterbauchschmerzen sind Entzündungen im Darmbereich ( Divertikulitis, Blinddarmentzündung / Appendizitis), In der Blase (Zystistis) Eileitern und Eierstöcken (Adnexitis) oder bei Männern eine Prostata Entzündung (Prostatitis) eine mögliche Ursache von Schmerzen im Unterleib. Wenn die Unterbauchbeschwerden trotz eingehender Untersuchung keine organische Ursache haben und Sie dennoch durch Schmerzen gequält werden, ist eine funktionelle Abklärung der Beschwerden unter Einbezug von seelischen Stressoren sinnvoll. Wenn die Schmerzen nicht nur im Unterleib in Abhängigkeit vom Menstruationszyklus auftreten, sollte bei Frauen der Verdacht auf eine Endometriose ( Gebärmutterschleimhaut Absiedlungen in anderem Gewebe) von einer/m Gynäkolg*in ausgeschlossen werden. Ein großer Teil der Schmerzen im Unterbauch und in der Damm- und Genitalregion wird vom Schamnerven ( Nervus Pudendus) weitergeleitet. Auch die  Eingeweidenerven aus dem Nervengeflecht des autonomen Nervensystems ( Nervus sympathicus) sind häufig an der Schmerzentstehung im Unterleib beteiligt. Sind die Nerven  im Becken selbst betroffen, sprechen wir von einer Pudendusneuralgie oder einer Sympathalgie beziehungsweise Kausalgie / Causalgie. Wenn die Schmerzen durch die Beckenboden Muskulatur oder / und das Steißbein ausgelöst oder unterhalten werden, wird diese Schmerzen im Becken als Coccygodynie / Kokzygodynie bezeichnet.

Behandlung von Unterleibsschmerzen / Unterbauchschmerzen

Ihre Unterleibsschmerzen müssen Sie zunächst durch Internisten, Gynäkologen, Urologen, Orthopäden und evtl auch Neurologen abklären lassen. Die Diagnostik kann MRT, CT, Darmspiegelung ( Coloskopie), Ultraschall, Labor und weitere Verfahren umfassen. Wenn dann die Unterleibsbeschwerden weiter vorhanden sind, untersuchen wir funktionell sowohl den Bewegungsapparat, die Muskulatur, die Eingeweide,den Beckenboden, den Nervenverlauf z.B. den Schamnerv  ( Nervus pudendus) und versuchen die Zusammenhänge mit seelischen Faktoren abzuklären, da sich nicht selten lebensgeschichtliche Ereignisse als Schmerzen im Unterbauch äussern können. Als Behandlungsverfahren wenden wir manuelle Techniken wie Osteopathie, Biofeedback und auch Akupunktur und Neuraltherapie an. Wenn die Nerven im Becken als Verursacher der Schmerzen diagnostiziert wurden, können Injektionen mit Lokalanästhetika, Corticoiden als Wiederholungsgabe oder mit einem Katheter oder Pumpensystem angewendet werden. Auch Injektionen von Botulinustoxin in die betroffene und schmerzhafte Beckenbodenmuskulatur kann die Schmerzen im Unterleib und Genitalschmerzen reduzieren. Für unsere Patienten hat sich die Kooperation mit dem Ortenau Klinikum in Lahr und mit dem Schmerzzentrum in  der Uniklinik in Freiburg bewährt.

Im folgenden Video wird Ihnen von ärztlicher Seite erklärt womit Bauchschmerzen und Unterleibschmerzen zu tun haben können.