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Schmerzmittelentzug, Schmerzmittelentgiftung

Wir führen Entgiftungsbehandlungen bei Abhängigkeitsproblemen von Medikamenten und Analgetika Abusus, sowohl ambulant, stationär und teilstationär durch.

Wir beschränken uns auf die Entgiftung und Entzugsbehandlungen von Medikamentenabhängigkeiten, überwiegend Opiaten und andere Schmerzmittel, einschließlich Triptanen und Benzodiazepinen.

In der Schmerztherapie verhindert die dauerhafte Einnahme von zentral wirkenden Schmerzmitteln (Opiate) und peripheren Schmerzmitteln eine exakte Schmerzdiagnostik. Darüber hinaus bestehen neben der Abhängigkeitsproblematik die Möglichkeit einer Organschädigung (Nieren und Leber). Desweiteren können Schmerzmittel für sich genommen wiederum Kopfschmerzen auslösen. Nicht zu vergessen, das nicht unerhebliche Nebenwirkungsspektrum dieser Medikamente.

Die Verschreibung von Opiaten hat sich in den letzten 10 Jahren vervierfacht.

Wir sind deshalb zunehmend mit der entstehenden Opiatabhängigkeit konfrontiert, zumal über die Verabreichung von opiathaltigen Pflastern die Hemmschwelle zur Rezeptierung deutlich gesunken ist. Der Analgetika Abusus ist zunehmend ein Problem geworden und deshalb der qualifizierte Schmerzmittelentzug beziehungsweise die Schmerzmittelentgiftung wird immer wichtiger.

Wirkungsweise

Zunächst wird in einem ambulanten Gespräch mit Untersuchung die Notwendigkeit zu einer Entgiftungsbehandlung besprochen und die Motivation des Betroffenen eingehend besprochen.

Wir legen sehr großen Wert darauf, dass diese Behandlung einer Schmerzmittelabhängigkeit nur bei ausreichend guter Motivationslage des Patienten überhaupt durchführbar ist.

In der Schmerztherapie entsteht eine deutliche Schmerzverstärkung in der Phase der Dosisreduktion und dem Absetzen. Die ursprüngliche Schmerzsymptomatik tritt deutlicher zutage, so dass dies uns die Möglichkeit gibt, nach entsprechenden Austestungen ein geeignetes Therapieregime individuell auf den Patienten abzustimmen.

Es besteht die Möglichkeit, die Opiatreduktion ambulant durchzuführen, jedoch das Absetzen empfiehlt sich, definitiv in einem stationären Rahmen durchführen zu lassen, da dies erfahrungsgemäß die härteste Zeit betrifft.

Die Entgiftungsphase dauert - je nach Vorgehen und Medikament, sowie Grunderkrankung und individuellem Allgemeinzustand des Patienten - unterschiedlich lange. Im Mittel muss von einem 14-tägigen Aufenthalt ausgegangen werden, jedoch sind auch längere Behandlungsintervalle bis zur kompletten Entgiftung notwendig.

Im Anschluss daran schließt sich eine kurze Phase der diagnostischen Blockaden an, um die Schmerzursache einzugrenzen und über die Phase der Therapie ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln. Dies bezieht unser komplettes Behandlungsrepertoire in der Schmerztherapie mit ein. Von psychotherapeutischen Verfahren im Sinne einer Schmerzbewältigung kommen sowohl Schmerzfokus Behandlungen, Hypnose und Hypnotherapie als auch Biofeedback zur Anwendung.

Risiken

Die Risiken der Entgiftungsbehandlung von Medikamenten bei einem Schmerzmittel Abusus ist individuell zu beurteilen und gegenüber dem Nutzen abzuwägen.

Kosten der Schmerzmittelentgiftung

Die Entgiftung von Schmerzmitteln ist für gesetzlich Krankenversicherte z.Zt. noch nicht befriedigend gelöst da es noch keine adäquaten Einrichtungen für eine entsprechende Entgiftung gibt und in der Regel die Psychiatrischen Landeskrankenhäuser die zugrunde liegende körperliche Erkrankung nicht behandeln können sowie eine Psychiatrisierung dieser Patienten nicht sinnvoll ist.

Früher konnten wir auf Grund der räumlichen Nähe im Sigmazentrum in Bad Säckingen stationär behandeln lassen, was sich nach unserem Umzug erschwert hat.

Zur Zeit können wir eine Behandlung des Schmermittelentzugs stationär in der »Rhein Jura Klinik« sowohl für privatversicherte Patienten als auch im Rahmen einer Einzelfallentscheidung für gesetzlich versicherte Patienten anbieten. Eine stationäre Aufnahme kann akut auch nach Einweisung durch den Hausarzt erfolgen.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit sich in der Nähe unserer Praxis, beispielsweise im »Thermenhotel Schweizerblick«, einzuquartieren, um so eine intensive ambulante Betreuung während der Schmerzmittelentgiftung gewährleisten zu können.