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Was hilft bei Trigeminus-Neuralgie?

Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, was wir als Schmerzärzte bei einer Trigeminus Neuralgie für Sie tun können. Was hilft und was können sie selbst dagegen tun.

Ursache

Diskutiert werden als Ursachen z.B. eine Kompression des N. trigeminus in der hinteren Schädelgrube, eine entzündliche Veränderung des Nerven oder als Begleiterkrankung bei Tumoren, Gefäßerkrankungen im Bereich des Gehirns oder Multipler Sklerose.

Symptome

Typisch für eine Trigeminus-Neuralgie sind die akut einsetzende attackenartig kurzdauernden, heftigsten Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines der Nervenäste des Trigeminusnerv. Schmerzcharakter stechend-brennend, eher oberflächlich und scharf. In der Regel bestehen auslösende Faktoren, wie z.B. Essen, Sprechen, Zähneputzen, Luftzug, Berührung. Zwischen den Attacken herrscht Schmerzfreiheit.

Diagnostik

Die Diagnose wird klinisch gestellt. Eine fachneurologische Untersuchung kann diese Erkrankung gegenüber anderen abklären. Zu nennen sind hier der Cluster-Kopfschmerz, die Nasennebenhöhlenentzündung, die Kiefergelenksdysfunktion und die Gesichtsrose (Post-Zoster-Neuralgie).

Behandlung der Trigeminus Neuralgie

In der Regel wird eine Behandlung der Trigeminusneuralgie mit antiepileptischen Medikamenten begonnen (Gabapentin, Carbamazepin, Phenytoin, Baclofen, Clonazepam, zusätzlich ist die Gabe eines niedrig dosierten tricyclischen Antidepressivums sinnvoll).

Zusätzlich können therapeutische Lokalanästhetika (TLA) gegeben werden, auch als Blockaden der entsprechenden schädelbasisnahen Nervenganglien, wie das Ganglion Pterygopalatinum, sowie Stellatum-Blockaden oder eine ganglionäre Opiat Analgesie ( GLOA ) z.B. am Ganglion cervicale superius, auch Akupunktur evtl. als Laser-Akupunktur eingesetzt, auf der gegenüliegenden Seite durchgeführt, kann sinnvoll sein.

Als chirurgisches Therapieverfahren kommt die vasculäre Dekompression nach Janetta in der hinteren Schädelgrube in Frage.

Die Trigeminus-Neuralgie stellt eine Herausforderung für jeden Schmerztherapeuten dar, es gelingt nach längerem Verlauf häufig nur, die Anfallsstärke und Häufigkeit zu minimieren.

Wir sind als regionales Schmerzzentrum in Kooperation mit der Universitätsklinik Freiburg Ihr Ansprechpartner im südbadischen Raum zwischen Freiburg, Basel und Zürich. Für die Landkreise Lörrach und Waldshut fühlen wir uns direkt zuständig.