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Atypische Gesichtsschmerzen

Ursachen

Eine Ursache ist häufig auf eine Störung am Kauapparat zurückzuführen.
Hierunter zählen Zustand nach zahnärztlichen oder kieferchirurgischen Behandlungen, Zustand nach H-N-O-ärztlichen Eingriffen und Verletzungen, sowie Infektionen und Systemerkrankungen. In der Regel sind keine auslösenden Faktoren fassbar. Frauen sind häufiger betroffen als Männern. Eine Zuordnung zu einem Nervenausbreitungsgebiet gelingt in der Regel nicht.

Diagnose/Befunde

Auffällig ist, dass sich in der Regel keine auffälligen Befunde in der Computer-Tomographie, in den neurologischen, zahnärztlichen, H-N-O-ärztlichen und augenärztlichen Konsilien ergibt. Keine auffälligen Befunde im Bereich der Nasennebenhöhlen und des Schädels.

Therapieverfahren

Vermeidung weiterer operativer Eingriffe jedweder Art, als medikamentöse Behandlung kommt der Einsatz von Muskelrelaxantien, Antikonvulsiva und tricyclischem Antidepressiva infrage, evt. zusätzlich Opioide. Begleitend können Akupunktur, TENS, Nervenwurzelblockaden und psychologische Schmerzbewältigungsverfahren sinnvoll sein. Stellatum-Blockaden, sowie Blockaden der hirnbasisnahen Ganglien (GLOA) (Ganglion pterigo pallatinum) können mittelfristige und kurzfristige Erfolge zeigen. Wert wird in der Regel auf eine Behandlung durch Verhaltenstherapie und z.B. Biofeedback gelegt.