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Fibromyalgie

Mit Fibromyalgie werden Schmerzen in Muskulatur,Gelenken, Bändern und Sehnen beschrieben, für die es keine andere Erklärungsmodelle gibt. früher hat man sogenannte tender points / Fibromyalgie Punkte beschrieben, die diese Diagnose definiert haben.

Ursachen der Fibromyalgie

Die Ursachen der Fibromyalgie sind noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert wird eine Überlastung im Bereich der Muskulatur. Hier bilden sich entsprechende Belastungszonen aus, die bei tendenziell deutlich erhöhter muskulärer Anspannung zur Ausbildung von Muskelpunkten (Tenderpoints) führen. Häufig findet man die Entwicklung eines sekundären Fibromyalgie-Syndroms bei Erkrankungen anderer Ursache, die körperlich deutlich lokalisierter sind (z.B. Bandscheibenprobleme, Schulter-Nacken-Schmerzen). Darüber hinaus finden sich auch Belastungsfaktoren im beruflichen und familiären sowie sozialen Umfeld. Es wird diskutiert, eine verminderte Produktion von sog. Glückshormonen (Serotonine und Endorphine). Dies führt zu einer erhöhten Schmerzwahrnehmung und einer erniedrigten Schmerzschwelle mit Störung der zentralen Schmerzverarbeitung. In der Regel sind Frauen bis zu siebenmal häufiger betroffen als Männer, eine familiäre Häufung ist beobachtet worden.

Symptome der Fibromyalgie

Muskelschmerzen, rasche Ermüdbarkeit, Ein- und Durchschlafstörungen mit depressiver Entwicklung sind typische Symptome der Fibromyalgie. Häufig finden sich als Zeichen der Fibromyalgie auchbegleitende vegetative Störungen wie Schwindel, Konzentrationsstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus).

Diagnose/Befunde der Fibromyalgie

Bei der Fibromyalgie müssen zunächst  bestimmte Erkrankungen, überwiegend des rheumatischen Formenkreises und infektionsbedingten Erkrankungen ausgeschlossen werden. Typische Laborwerte oder in der Bildgebung finden sich bei der Fibromyalgie nicht. Schmerzhafte Druckpunkte im Bereich der Muskulatur können einen Hinweis auf die Diagnose der Fibromyalgie geben.

Therapie und Behandlung der Fibromyalgie

Bei der Fibromyalgie gibt es eine Reihe an Behandlungsmöglichkeiten wie: Krankengymnastik, Schmerzphysiotherapie, Kältekammer und vorsichtige Trainingstherapie. Psychotherapie mit Entspannungsübungen, Biofeedback sowie verhaltenstherapeutische Ansätze sind beim der Fibromyalgie ebenfalls ein wichtiger Therapie Ansatz. Akupunktur und manuelle Therapie können bei Schmerzen ebenfalls erfolgreich eingesetzt werden. Medikamente spielen eine wichtige aber nicht alleinige Rolle in der Behandlung der Fibromyalgie wie z.B. niedrig dosierte Antidepressiva, versuchsweise periphere Schmerzmittel. Probatorische Gabe von Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten. Therapeutische Lokalanästhesie (TLA), Cannabidiol (CBD) auch Medikamente zur Steigerung der körpereigenen Endorphinproduktion wie LDN (Low Dose Naltrexon) können als off label Medikament versucht werden.

 

Wir sind als regionales Schmerzzentrum in Kooperation mit der Universitätsklinik Freiburg Ihr Ansprechpartner im südbadischen Raum zwischen Freiburg, Basel und Zürich. Für die Landkreise Lörrach und Waldshut fühlen wir uns direkt zuständig.