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Muskelschmerzen

Muskelschmerzen können Ausdruck von vielfältigen Störungen sein wie: Blockierungen, Blockaden, ISG Blockierungen, Triggerpunkte, auch die Auswirkungen werden im Bereich des Rückens häufig unterschiedlich benannt: Hexenschuss, Lumbalgie, Lumboischialgie, Ischialgie, Kreuzschmerzen sind nur ein Teil davon.

Diagnostik

Häufig kann auf ein bildgebendes Verfahren verzichtet werden, da in der Regel keine Konsequenz (z.B. Operation) daraus folgt. Sollte trotz konservativer Therapie sich die Beschwerden nicht bessern oder gar zunehmen, sollte die Diagnostik mit radiologischen bildgebenden Verfahren.

Ursachen

Häufig ist es so, dass die bildgebende Untersuchung bei Muskelschmerzen und Blockierungen der Wirbelsäule und des ISG keinen wesentlichen Befund ergeben, der die Beschwerden des Patienten z.B. auf einem Röntgen-Bild oder im CT erklären. Da die Wirbelsäule nicht nur aus Knochen und Bandscheiben und Nerven bestehen, sondern zusätzlich Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke, sowie die Seele beteiligt sind, gibt es ein weites Feld, diese Art von Wirbelsäulenschmerzen gegenüber anderen Schmerzen abzugrenzen.

Als Ursachen kommen neben »falschen Bewegungen«, Zug, Infekte (Erkältungen, Darminfekte, etc.) auch seelische Belastungssituationen, sowie einseitige Fehlbelastungen in Frage. Auch eine Veränderung im Hormonhaushalt (Testosteron), ein Vitaminmangel (Vitamin-D), Schilddrüsenerkrankungen oder Elektrolytstörungen (Magnesium, Kalium, Calcium, Eisen u.a.) der Blutzusammensetzung können Muskelschmerzen auslösen.

Symptome

Gemeinsam ist diesem Erkrankungsbild das Fehlen eines bildgebenden Befundes, der die Beschwerden erklärt. Immer finden sich jedoch in unterschiedlicher Ausprägung meistens schmerzhafte Einschränkungen der Muskelfunktionen, des normalen Bewegungsausmaßes, oder der Gelenksfunktion. Eine Beschwerdebesserung z.B. im Urlaub gibt Hinweise auf belastungsauslösende Faktoren, sei es stressbezogen oder belastungsbezogen.

Je nach Ursache der Muskelschmerzen kommt auch eine unterschiedliche Behandlung der Schmerzen in Frage. Sollte ein Vitamin-D Mangel, ein Elektrolyt Mangel (Magnesium, Kalium, Calcium) vorliegen, kann dieser Mangel nach Rücksprache mit Ihrem behandelten Arzt durch eine Gabe der Stoffe ausgeglichen werden. Sollte ein Testosteronmangel vorliegen, der gerne im Zusammenhang mit der Einnahme von Opiaten auftritt, kann ebenfalls in Kooperation mit dem behandelnden Urologen / Andrologen Testosteron ersetzt werden.

Wir raten in der Regel dringend von einem operativen Vorgehen ab, wenn kein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem bildgebenden Verfahren und den klinischen Beschwerden des Patienten bestehen. Eine funktionelle Störung der Beschwerden verlangt ein funktionelles Konzept. Hier legen wir Schwerpunkte auf Verhaltensänderung, muskuläre Triggerpunkt-Behandlungen, Dehnungsbehandlungen, Physiotherapie, Trainingstherapie, Haptonomie, Biofeedback, Muskelenergie-Techniken. Wir legen großen Wert darauf, dass entsprechend des Beschwerdebildes ein individuelles Behandlungskonzept des Patienten erstellt wird. Eventuell ist es sinnvoll, den Patienten aus seiner belastenden Umgebung für einige Zeit heraus zu nehmen. In diesem Rahmen können wir teilstationäre und stationäre Konzepte anbieten. Im ambulanten Kontext wenden wir als psychotherapeutisches Verfahren auch EMDR, Schmerzfokus sowie Hypnose und Hypnotherapie an.