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Penisschmerzen Ursachen

Bei Penisschmerzen ist zunächst einmal der Urologe in der Diagnostik gefragt und klärt Ursachen aus seinem Fachgebiet ab.  Fragen nach Erektionsstörungen, Entzündungen der Harnröhre, Urinbefund, Sonographie und Prostata Check sind Standarduntersuchungen. Eine Herpesinfektion, ein Harnwegsstein, eine Vorhautentzündung (Balanitis) oder schmerzhafte Dauererektion (Priapismus) sind Auslöser von Penisschmerzen, die adäquat behandelt werden können.

Treten Penisschmerzen nach Verletzungen des Beckens oder nach Operationen auf kann die Ursache in einer Verletzung des oberen /hinteren Penisnerven liegen, der auf beiden Seiten jeweils unterhalb des Schambeins verläuft und auf der Oberseite des Penis Richtung Eichel verläuft. Häufig kann dieser Schmerz im Penis dann auf Druck z.B. unterhalb des Schambeins und ziemlich mittig verstärkt werden. So führt Fahrradfahren häufig zu einer Schmerzverstärkung und Geschlechtsverkehr aber auch Selbstbefriedigung werden mit Schmerzen erlebt.

Penisschmerzen Behandlung

Die meisten Penisschmerzen werden durch Urologen behandelt. Wenn die Penisschmerzen (meist einseitig !) durch eine Störung / Reizung/ Verletzung des oberen Penissnerven verursacht werden, kann der behandelnde Urolge diesen Nerv mit einem lokalen Betäubungsmittel (wie beim Zahnarzt) ausschalten.  der Schmerz verschwindet innerhalb weniger Minuten und bleibt für die Wirkdauer des Medikamentes verschwunden. Allerdings verschwindet für diesen Zeitraum damit auch ein Teil der Empfindungsfähigkeit im Penis / Eichel.

Für uns stellt sich dann die Option diesen Nerven für einen längeren Zeitraum auszuschalten, indem er über eine Nervenvereisung für einen Zeitraum von mehreren Monaten (bis zu zwei JAhren) seine sensible und Schmerzempfindung nicht mehr weiterleiten kann. Die Nervenvereisung ( Kryoneurolyse ) des oberen Penisnerven hat  meistens und bestenfalls die gleiche Wirkung wie zuvor durchgeführte örtliche Betäubung.